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19. Fahrradtour der TG-Männer PDF Drucken E-Mail
Montag, 13. September 2010 um 20:41

Rast in Wanfried

Die diesjährige Radtour der TG-Männer startete am Samstag, 11.09.2010. Die Abfahrt mit dem Bus von Lasfelde nach Eschwege verzögerte sich aufgrund einer Panne um eine gute Stunde. Statt um 07:30 ging es erst 08:45 los. Reiseleiter Volker war schon nervös, weil er befürchtete, dass auch diese Buchung nicht funktioniert hatte. 

16 Radler und zwei Mann im Begleitfahrzeug gingen diesmal auf die Reise.

 

Zunächst einmal die Strecken (Umschalten auf metrisch: Knopf rechts oben):

Burg Haineck

Von Eschwege ging es bequem an der Werra entlang. In Wanfried hatten Helmut und Dieter ein Frühstücksbuffet aufgebaut. Die Stärkung war notwendig, standen doch einige enorme Bergetappen an: Ziel war die Burgruine Haineck bei Nazza. Ob die Radler durch die versprochene Aussicht für die Mühen und den Schweiß belohnt wurden, ist noch nicht erhoben worden.

 

 

 

 

Nach etlichen Kilometern anstrengender Strecke erreichte man Niederdorla. Dort hatte ein Motorradclub Kuchenbuffet und Bier für uns bereitgestellt. Tolle Organisation. Danke, Volker.

Kuchen und Bier in Niederdorla 

Eigentlich sind wir nur nach Niederdorla gefahren, damit Volker auf dem Mittelpunkt Deutschlands stehen kann. Dafür wird er noch büßen.

Auf dem Mittelpunkt Deutschlands

Wangenheim - kurz vor Gotha

Von Niederdorla radelten wir zur Thiemsburg. Dort wollten wir den Baumkronenpfad besichtigen. Leider waren wir aufgrund der morgendlichen Verzögerung sehr spät dran, sodass sich ein Besuch nicht lohnte. So radelten wir weiter.

Ziel war nicht das nahe gelegene Bad Langensalza, sondern Gotha, weiter im Süden. Volker hatte ein Hotel in Bad Langensalza gebucht. Aber aufgrund eines Buchungsfehlers dort musste er kurzfristig umdisponieren.

Nach einer Trinkpause in Wangenheim ging es weiter nach Gotha, wo man nach 92 km im Hotel ankam. In Gotha war eine Musiknacht angesagt. In 16 Lokalen traten Live-Bands auf. Auch im Keller unseres Hotels bot eine Gruppe eine Kostprobe. Einige von uns zogen noch durch die Stadt. Die meisten waren aber so müde, dass sie bald im Bett verschwanden.

Am Sonntagmorgen rüsteten wir uns für die 100 km Strecke nach Zorge. Eine Rundtour durch Gotha führte nur bis zum Rathaus. Das schöne Schloß, die Orangerie und der Schloßpark wurden nur von wenigen in aller Frühe besucht. Gotha ist eine weitere Reise wert.

Rathaus in Gotha

Auf schmalen Landstraßen fuhren wir durch das Thüringer Becken. Michael hatte auf einem Mountainbike-Kurs gelernt, dass Gruppen mit 12 und mehr Radfahrern in Kolonne fahren dürfen und sollen, um die Schlange für Überholvorgänge zu verkürzen. So fuhren wir in Zweierreihen dicht hintereinander und kamen aufgrund des Windschattens zügig voran. Bad Langensalza lag auf der Strecke. Wieder eine Stadt, die man noch einmal besuchen muss. Wie wäre es mit einem Wellness-Wochenende dort, natürlich inklusive Besuch des Baumkronenpfads.

Abfahrt von der Hainleite nach ObergebraVor der Hainleite, die zu überqueren war, hatten viele Respekt. Zwei Radler packten nach halber Strecke bei Obermehler sich und ihr Fahrrad in den Bus. Am Ende war es gar nicht so schlimm. Wir fuhren diszipliniert in Kolonne über die Landstraße. Die Strecke war zwar etwas länger als die ursprünglich durch den Wald geplante Strecke von Holzthaleben nach Obergebra, aber bedeutend leichter zu bewältigen. Kurz vor Obergebra zeigte der Garmin an, dass wir nach links in den Wald abbiegen müssen. Misstrauisch folgten die Radler dem Reiseleiter, aber das war der richtige Weg.

Es ging teilweise sehr steil bergab, aber rollen lassen konnte man das Rad nicht, weil die Wegstrecke sehr steinig war. Kurz vor der Pflasterstrecke in Obergebra bekam Lutz einen Plattfuss und musste den schönen Teil der Abfahrt schieben. Seinen Ersatzschlauch hatte er - nicht am Mann, sondern im Auto. Oh, Mann.

Plattfuss kurz vorm Eiscafé

In Obergebra stärkten wir uns mit Eis, Kuchen und Kaffee. Dann ging es zum Landhotel Kunzental in Zorge. Das Nachtleben in Zorge ist ausgelegt für Gäste, die Ruhe suchen. So lagen alle früh im Bett. Na, ja, nach 110 km war vielen eh nicht nach Party zumute.

Landhotel Kunzental in Zorge

Am Montagmorgen stand eine Werksführung bei der Firma Harzer Grauguss in Zorge an. Die Firma beschäftigt etwa 500 Mitarbeiter. Gießereileiter Michael Schröter nahm sich viel Zeit, um uns die komplexen Abläufe zu erklären und alle Bereiche zu zeigen: Formenentwicklung, Formenbau, Gießerei, Putzerei usw. In der Firma wurde viel investiert, um die Technik auf aktuellem Stand zu halten. Außerdem bietet die Firma Ausbildungsplätze, um Nachwuchs für die optimistisch eingeschätzte Zukunft zu rekrutieren. Der Besuch war ein Höhepunkt der Fahrradtour. Hier haben manche gesehen, was Maloche ist und unter welch harten Bedingungen gearbeitet wird.

Von Zorge ging es über Bad Sachsa und Herzberg zurück nach Lasfelde zu Ralf, wo die üblichen leckeren Brathähnchen auf uns warteten.

Dank an:

  • Andreas, dafür, dass er uns wieder seinen Bus als Begleitfahrzeug zur Verfügung gestellt hat
  • Dieter und Helmut für die Betreuung und Versorgung unterwegs
  • Michael für die Koordination beim Kolonnenfahren
  • Fa. Harz Guss Zorge GmbH und Herrn Schröter für die Werksbesichtigung

Resumé:

  • ca. 250 km (92 + 109 + 53)
  • Einige Buchungspannen
  • Nur eine Reifenpanne
  • Keine Unfälle
  • Alle haben überlebt
  • ... allerdings mit Blessuren auf dem Allerwertesten
  • Volker darf keine weitere Tour organisieren. Seine sind zu hart.
  • ... darüber ist er froh.
 
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