Turngemeinschaft LaPeKa

So funktioniert Yoga PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 21. Februar 2012 um 19:20

KopfstandSeit Anfang des Jahres 2010 bietet die TG Yoga-Stunden an. Die Übungsstunden finden statt:

  • montags, 17:15 - 18:45
  • mittwochs, 20:15 - 21:45

Alle Stunden finden im Anbau der Turnhalle Lasfelde statt.

Die Montagsgruppe wird von Corina Grösche, die Mittwochsgruppe von Silke Becker geleitet. Beide sind ausgebildete Yogalehrerinnen des Berufverbandes Yoga Vidya (http://www.yoga-vidya.de). Neue Teilnehmer mit und ohne Vorkenntnisse sind willkommen und werden stressfrei integriert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Folgenden beschreiben Corina und Silke Übungen und deren Wirkung. 

Es ist immer wieder interessant zu hören, was die Teilnehmer über Yoga erzählen, wenn sie ein paar Yogastunden absolviert haben.

Mit der Anfangsentspannung hat der eine oder andere so seine Probleme. Aus dem Alltag heraus, erst mal runterkommen, ankommen in der Yogastunde. Die Gedanken kreisen noch vom kurz zuvor erlebten  – aber allmählich beruhigen sie sich.

Zuerst mag es etwas befremdlich sein: Atemübungen. Wieso? Ich atme doch den ganzen Tag! Ja, aber unbewusst. Meist nur im oberen Lungenbereich, kurzatmig. Wir üben tief zu atmen, denn Atmen bedeutet  Energie für den Körper. Ohne Energie keine Leistung. Ähnlich wie Benzin fürs Auto!

Mit dem tiefen Atmen bis in den Bauch und auch bis in die Lungenspitzen erhält der Körper wieder ausreichend Sauerstoff und tankt so auf. Anschließend bei der Wechselatmung atmen wir immer nur durch ein Nasenloch wechselseitig ein und aus, die Luft wird zwischendrin angehalten.

Wechselatmung

Die Wechselatmung hilft, die Lungenkapazität zu erhöhen und die Atmung unter Kontrolle zu bringen. Die Wechselatmung stärkt  Herz und Kreislauf. Sie hilft  gegen Allergien, Heuschnupfen und Asthma, wirkt vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten und wirkt harmonisierend auf alle Körpersysteme.
Die Wechselatmung fördert die Konzentrationsfähigkeit und hilft, zur inneren Ruhe und Kraft zu finden

Sonnengruß

Danach der Sonnengruß - eine Übungsabfolge. Unerlässlich vor Beginn der eigentlichen Yogaübungen als Erwärmung.  Hunderte von Muskeln werden während des Sonnengrußes eingesetzt, Sehnen und Bänder werden gedehnt. So entsteht  beim Sonnengruß ein angenehmer Automatismus, der zudem dem Körper richtig gut tut, die Muskeln stärkt, dehnt und Fett verbrennt.

Wirkung körperlich: Er dehnt und wärmt den Körper. Der Sonnengruß lädt wieder mit Energie auf und regt das Herz-Kreislauf-System an. Diese Übung ist keine Asana (Stellung), sondern eine Yogaübung für sich.

Mental: Die Übung harmonisiert und gibt Selbstvertrauen.

Folgend beginnen die einzelnen Asanas, die so genannten Körperübungen. Die Übungen variieren, so dass keine Yogastunde wie die andere ist. Folgend ein paar ausgesuchte Übungen mit ihren Wirkungen.

Kopfstand (Shirsasana)

(wird nur in der fortgeschrittenen Gruppe geübt)

Der Kopfstand 2

Körperlich:

  • Krankheiten der Nerven, Augen, Ohren, Nase und Hals verschwinden.
  • Diese Asana ist gut gegen Krampfadern
  • Die Lunge wird gereinigt
  • Hilft gegen Magensenkung und nervöses Asthma
  • Verbessert die Durchblutung der Kopfhaut
  • Es wird gesagt er habe eine verjüngende Wirkung

Mental:

  • Viele Gehirnfunktionen, wie Gedächtnis, Konzentrationsvermögen, kreatives Denken, geistige Klarheit werden erhöht.
  • Diese Asana entwickelt Mut, Konzentration, Willenskraft, Gleichgewicht und Koordination.

Schulterstand (Sarvangasana)

Körperlich:

  • Reguliert die Funktion von Schilddrüse und Nebenschilddrüse
  • Streckt die Trapezmuskel, dessen Verspannung häufig Ursache von Nacken- und Schulterschmerzen ist
  • Durch den Rückfluss des Blutes werden die Venen entspannt und das Herz entlastet. Hilfreich bei Krampfadern

Mental:

  • Energetisiert und gilt als Verjüngungsübung, ideal nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag.
  • Der Schulterstand vermittelt ein Gefühl von Ganzheit. Er hilft dabei, sich und sein Leben zu akzeptieren.

Der Pflug (Halasana)

Der Pflug

Körperlich:

  • Dehnt Rücken und Halswirbelsäule
  • Dehnt Beinmuskeln, Gesäßmuskeln, Rücken- und Nackenmuskeln.
  • Schilddrüsenfunktion wird normalisiert
  • Bauchorgane bekommen eine sanfte Massage

Mental:

  • Hilft zur inneren Mitte zu finden
  • Gibt die Kraft langfristige Veränderungen einzuleiten

Der Fisch (Matsyasana)

Der Fisch

Körperlich:

  • Macht die Lenden- und Nackengegend biegsam und geschmeidig
  • Trainiert die Schultermuskeln und löst Schulterverkrampfung
  • Stärkt die obere Rückenmuskulatur und hilft gegen Rundrücken
  • Harmonisiert die Schilddrüse
  • Wie alle Übungen, die den Brustkorb dehnen, gut bei Asthma

Mental:

  • Wirkt stark aktivierend und öffnend.
  • Emotionale Spannungen, die sich oft um Solarplexus und Herz legen, werden abgebaut
  • Gibt ein Gefühl von Freiheit, Offenheit und Freude 

Vorwärtsbeuge (Paschimothanasana)

  • Körperlich:
  • Regt Nieren, Leber und Bauchspeicheldrüse an
  • Gute Übung um Bauchfett zu reduzieren
  • Stärkt hintere Oberschenkelmuskeln
  • Wirkt harmonisierend auf die Verdauung und regt die Abwehrkräfte an.
  • Fördert Beweglichkeit in der Hüfte

Mental:

  • Entwickelt Geduld, Hingabe und die Fähigkeit, loszulassen 

Der Drehsitz (Ardha Matsyendrasana)

Drehsitz

Drehsitz nach rechts

Körperlich:

  • Hält den Rücken elastisch
  • Stärkung des sympathischen Nervensystems
  • Massiert die Rückenmuskeln
  • Hilft bei Verdauungsstörung und Verstopfung durch Massage der Bauchorgane

Mental:

  • Eine der energetisch wichtigsten Übungen
  • Wirkt stressabbauend, nervenstärkend und beruhigend
  • Hilft dabei, das Gleichgewicht zu wahren, auch wenn sich äußere Umstände ändern
  • Hilft auch die innere Würde zu behalten und seinen Idealen treu zu bleiben

Die Katze (Majariasana)

Diagonale Katze

Körperlich:

  • Stärkung sämtlicher Rückenmuskeln
  • Löst Verspannungen im Rücken
  • Gilt als eine der besten Übungen gegen Rückenschmerzen
  • Stärkt die Bauchmuskeln
  • Wirbelsäule wird flexibel

Mental:

  • Für Geschmeidigkeit und Grazie

Die Beispiele zeigen, welche Wirkungen Yogaübungen haben können. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn sich nach einer gewissen Zeit des Übens Veränderungen einstellen.

Nach den ersten Stunden heißt es oft:  Ich habe gar keine Rückenschmerzen mehr. Ich fühle mich kraftvoller. Ich kann mich wieder besser bewegen, bin flexibler.

Doch für uns  ist es am schönsten, wenn die Teilnehmer so etwa nach der 10. Stunde,  kommen und uns erzählen, was sich auf mentaler Ebene verändert hat. 

Hier ein paar Beispiele:

  • Seitdem ich Yoga übe, bin ich viel ausgeglichener.
  • Ich habe das mit meinem Blutdruck viel besser im Griff.
  • Wenn ich durch meine Krankheitsgeschichte auch nicht alle Übungen so exakt ausführen kann, doch ich merke, wie ich von Yogastunde zu Yogastunde wieder beweglicher werde.
  • Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals erlernen könnte mich so zu entspannen!
  • Früher bin ich oft nicht zum Sport gegangen, weil es mir zu stressig war. Zum Yoga kann ich immer gehen, weil ich so üben kann, wie ich gerade drauf bin und die Wirkung ist immer die gleiche: Ich fühle mich hinterher total super!
  • Ich bin viel "gerader" geworden und gehe nicht mehr so zusammengefallen!
  • Die Yogaübungen haben mich wieder feinfühliger gemacht. Ich nehme meinen Körper anders wahr und achte auch im Alltag mehr darauf, meinen Körper nicht zu überlasten.
  • Ich rege mich nicht mehr über Dinge auf, die mich früher verrückt gemacht haben. Dadurch sind meine Migräne- und Kopfschmerzattacken weggeblieben.
  • Es ist herrlich einmal komplett abschalten zu können und völlig zur Ruhe zu kommen. Hier tanke ich Energie für den Alltag und kann mich so viel besser auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. So schaffe ich viel mehr und bin leistungsfähiger.
  • Vor der Yogastunde hatte ich Rückenschmerzen, jetzt sind sie wie weggeblasen.
  • Yoga unterstützt mich, meine innere Balance herzustellen und somit Stresssituationen viel besser fertig zu werden.

Wenn dir also jemand begegnet, der sich irgendwie verändert hat, der ruhiger und gelassener wirkt, der nicht mehr erkältet ist und keine Rückenschmerzen mehr hat. Dann frag nicht was er eingeworfen hat, sondern frage einfach, wo er zum Yoga geht!

Wir freuen uns, wenn du es auch mal ausprobieren möchtest!

Namasté

Corina & Michael

Anmerkung der TG-Redaktion

Von unseren Teilnehmern wissen wir: Wer mehrere Male geschwänzt hat, spürt, dass ihm die versäumten Yoga-Übungen gefehlt haben und beschließt nun wieder öfter zu kommen.

Wenn diese Schilderung geholfen hat die Neugier zu wecken: Kommen Sie zu uns, Sie werden herzlich aufgenommen.

Wenn Ihnen zwei Yoga-Stunden pro Woche bei der TG zu wenig sind, dann fahren Sie noch zusätzlich nach Bad Lauterberg in die Yoga-Oase, die von Corina Grösche und Michael Mechler betrieben wird. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.yoga-badlauterberg.de/

 
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